Antworten auf Salafismus

Nahaufnahme: Tafelbild zeigt Strichmännchen, die durch Linien miteinander verbunden sind.

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Prävention in Kommunen

In der Prävention spielt die Arbeit auf kommunaler Ebene eine besondere Rolle. In Städten und Gemeinden kann man viele wichtige Akteure erreichen, gewinnen und vernetzen: z. B. Schulen, Sozial- und Jugendarbeit, Polizei, Politik – und alle, die das Thema berührt. Damit Maßnahmen in Kommunen möglichst stark wirken, sollten sie im Rahmen einer Gesamtstrategie mit Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene verzahnt werden. In Bayern gibt es bereits mehrere beispielhafte kommunale Präventionsnetzwerke.


Nürnberg: Präventionsnetzwerk gegen gewaltbereiten Salafismus

Seit: Juni 2016, finanziert durch das Bayerische Sozialministerium
Koordination: Zur Website des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg

Ziele und Aufgaben:

  • Angebote zur Beratung und Prävention sichten: Was ist vorhanden, was muss ergänzt werden?
  • Partner gewinnen und konkrete Projekte entwickeln
  • Angebote und Projekte sinnvoll vernetzen

Zielgruppen:

Logo: „Nürnberg hält zusammen“.

Augsburg: Aufbau von kleinräumigen Netzwerken zur Prävention von Salafismus

Seit: September 2016, finanziert durch das Bayerische Sozialministerium
Koordination: Zur Website des Kriminalpräventiven Rats Augsburg

Ziele und Aufgaben:

  • Die Vernetzung findet nicht stadtweit, sondern in kleineren Bezirken statt. So können einfacher eine vertrauensvolle Verständigung und Zusammenarbeit aufgebaut werden; die beteiligten Akteure identifizieren sich dadurch stärker mit dem Netzwerk.
  • Info- und Fortbildungsmaßnahmen klären über religiös begründete Radikalisierung auf.
  • Bei regelmäßigen Treffen werden Vorurteile abgebaut.
  • Die Diskussion über Salafismus ist oft stark emotional geprägt; eine gezielte Öffentlichkeits- und Medienarbeit fördert einen sachlichen Austausch.
Logo: „Kriminalpräventiver Rat Augsburg“.

München: Netzwerk gegen Rechtsextremismus, Rassismus, religiöse Radikalisierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Seit: 2008
Koordination: Zur Website der Fachstelle für Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit (FgR)

Ziele und Aufgaben:

  • Im Netzwerk wirken Initiativen der Zivilgesellschaft und die Verwaltung zusammen
  • Die Fachstelle lenkt die Aktivitäten der Stadt in diesem Bereich
  • Es gibt u. a. eine Fachinformationsstelle zum Thema Rechtsextremismus und eine Anlaufstelle zu Fragen der religiösen Radikalisierung; praxisnahe Hilfestellungen gibt das Stadtjugendamt.
  • U. a. arbeitet das Netzwerk mit ufuq.de zusammen, der Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern.
Das kommunale Netzwerk München.

TIPP: Sozialministerium fördert Aufbau kommunaler Präventionsnetzwerke

Das Bayerische Sozialministerium fördert den Aufbau kommunaler Präventionsnetzwerke.

Sie haben Fragen? Wir beraten Sie gerne. Schreiben Sie an:

Bayerisches Staatsministerium für
Arbeit und Soziales, Familie und Integration
OE Radikalisierungsprävention
Winzererstraße 9
80797 München

Oder schreiben Sie uns eine E-Mail

Außenaufnahme: Staatsgebäude mit Fahnen.
Das Bayerische Sozialministerium fördert den Aufbau kommunaler Netzwerke.

Glossar

Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft ist ein Synonym für Bürgergesellschaft. Dahinter steht die Idee, dass neben staatlichen Verwaltungen und Organen auch Bürger und Gruppen gesellschaftliche und politische Anliegen aktiv mitgestalten.

Multiplikatorin, Multiplikator

Menschen, die Informationen innerhalb ihrer Netzwerke verbreiten und Anstöße weitergeben.