Antworten auf Salafismus

Lernsituation: Junge Männer unterschiedlicher Nationalität mit einer Lehrkraft.

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Prävention in der Flüchtlingsarbeit

Flüchtlinge sind eine wichtige Zielgruppe in der Präventionsarbeit. Sie haben oft Schreckliches erlebt, sind unsicher und orientierungslos, wenn sie in Deutschland ankommen. Deshalb können sie für salafistische Propaganda unter Umständen empfänglich sein. Andererseits sind viele Flüchtlinge selbst vor jihadistischem Terror geflohen. An diese Menschen und an jene, die sie betreuen, richtet sich die Präventionsarbeit.


Flüchtlinge sind gefährdet

Flüchtlinge können gerade aufgrund ihrer persönlichen Situation anfällig für salafistische Propaganda sein: Infolge ihrer Flucht stehen sie unter großem Stress. Sie müssen in Deutschland komplett neu anfangen, mit allem was dazugehört: Sprache, Arbeit, Wohnung und soziales Umfeld. Nichts ist mehr so, wie es war. Das ist eine große Belastung, körperlich wie seelisch. Das sind schwierige Voraussetzungen.
Die meisten Flüchtlinge wissen, was jihadistischer Terror bewirken kann. Denn viele Syrer, Iraker und Afghanen sind genau davor aus ihren Heimatländern geflohen.
Für Flüchtlinge und für ihre Betreuer ist Präventionsarbeit sehr wichtig, um eine mögliche Radikalisierung zu vermeiden.
Andererseits haben auch aktive und ehemalige Mitglieder terroristischer Organisationen die Flüchtlingsbewegungen in den Jahren 2015 und 2016 genutzt, um nach Deutschland zu kommen. Die Sicherheitsbehörden gehen in diesem Zusammenhang jedem einzelnen Hinweis gezielt und unverzüglich nach. Jedoch sind diese Personen nicht mehr über präventive Maßnahmen erreichbar. Hier ist entweder eine Deradikalisierung oder sogar ein gezieltes Eingreifen der Sicherheitsbehörden nötig.


Hilfe für Fachkräfte & Ehrenamtliche

Was ist Kultur? Was ist noch normale Religionsausübung und wo beginnt der Salafismus? Solche Fragen sind leicht gestellt, aber schwer zu beantworten. Viele Fachkräfte, die in der Flüchtlingsunterbringung und -betreuung arbeiten, sowie ehrenamtliche Helfer sind damit überfordert.

Das Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus bietet Fortbildungs- und Informationsmaßnahmen zu folgenden Themen:
  • Islam
  • Umgang mit patriarchalen Strukturen
  • Salafismus
  • Radikalisierung
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Das Bayerische Sozialministerium unterstützt Sie beim Aufbau eigener Kompetenzen durch Stärkung und Vernetzung Ihrer Verbände, Vereine und Träger vor Ort sowie bei Fragen zu den Bundesprogrammen „Demokratie leben!“ und „Zusammenhalt durch Teilhabe“.
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Tipp: Wenn Sie einen Anwerbeversuch bemerken, alarmieren Sie unverzüglich die Polizei!

Kommt es zum Anwerbeversuch in einer Flüchtlingsunterbringung, sollten Sie sich unverzüglich Unterstützung holen, z. B. von der Polizei oder vom Verfassungsschutz.

Hinweise zu islamistischen Radikalisierungstendenzen und Terrorismus nimmt in Bayern das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) entgegen: