Antworten auf Salafismus

Außenaufnahme: Gebäude mit der Aufschrift „Rathaus“.

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Kommunale Netzwerke

In der Prävention spielt die Arbeit auf kommunaler Ebene eine besondere Rolle. In den Städten und Gemeinden kann man viele wichtige Akteure erreichen, gewinnen und sensibilisieren – z. B. Schulen, Sozial- und Jugendarbeit, Polizei, Politik und alle, die Bezug zum Thema haben. Das Bayerische Sozialministerium fördert deswegen den Aufbau kommunaler Präventionsnetzwerke.

Ziel des „Bayerischen Netzwerks für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus“ ist es, möglichst flächendeckend Maßnahmen zur Prävention und Deradikalisierung anzubieten und die verschiedenen Akteure vor Ort miteinander zu vernetzen. Die kommunale Ebene ist dabei von großer Bedeutung, weil hier eine Vielzahl an Akteuren erreicht, sensibilisiert und vernetzt werden kann. Dadurch wird gewährleistet, dass die landesweiten Beratungsangebote vor Ort bekannt gemacht und gezielt in der Arbeit vor Ort genutzt werden.
Radikale Einstellungen fallen selten erst durch gewalttätiges Verhalten auf, sondern sind oft sehr früh im Alltagsverhalten zu erkennen. Lokale Netzwerke mit Akteuren aus den Bereichen Schule, Sozial- und Jugendarbeit, Polizei und Politik müssen daher in die Lage versetzt werden, „Symptome“ von Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und Jugendliche gemeinsam vor einer möglichen Radikalisierung zu schützen.
Es ist geplant, die kommunale Vernetzung weiter auszudehnen. Derzeit gibt es zwei kommunale Modellprojekte: Augsburg und Nürnberg. Auch weitere Kommunen (etwa die Landeshauptstadt München) nehmen sich des Themas an. Die Fachstelle für Demokratie lenkt die Aktivitäten des Netzwerks gegen Rechtsextremismus, Rassismus, religiöse Radikalisierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Das Netzwerk arbeitet u. a. mit ufuq.de zusammen, der Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern.


Augsburg

Das Projekt „Aufbau von kleinräumigen Netzwerken in Augsburg zur Prävention von Salafismus“ startete am 1. September 2016. Sein vorrangiges Ziel ist die Vernetzung in kleinräumigen Bezirken (nicht stadtweit). Denn in kleinen Einheiten ist es einfacher, eine vertrauensvolle Verständigung und Zusammenarbeit aufzubauen. So können sich die beteiligten Akteure besser mit dem Netzwerk identifizieren.
Informations- und Fortbildungsmaßnahmen klären über religiös begründete Radikalisierung auf und bei regelmäßigen Treffen werden gegenseitige Vorurteile abgebaut. Durch eine aktive Öffentlichkeits- und Medienarbeit werden gesellschaftliche Diskurse in diesem sehr emotionalen Themenfeld versachlicht.

Projektträger: Website der Geschäftsstelle des Kriminalpräventiven Rats der Stadt Augsburg.

Logo: „Kriminalpräventiver Rat Augsburg“.

Nürnberg

Das Nürnberger „Präventionsnetzwerk gegen gewaltbereiten Salafismus“ startete am 1. Juni 2016. Es bündelt die bestehenden Beratungs- und Präventionsangebote im Bereich Salafismus in Nürnberg. Außerdem identifiziert es Ressourcen und Defizite, gewinnt Partner und entwickelt konkrete Projekte zur Sensibilisierung und Prävention.
Zur Zielgruppe zählen junge Menschen, Multiplikatoren, religiöse und soziale Bezugspersonen. Die Gesamtkoordination erfolgt im städtischen Menschenrechtsbüro. Dies sichert einen breiten Zugang zu den bedeutendsten Akteuren in diesem Themenfeld.

Logo „Nürnberg hält zusammen“.

Sozialministerium fördert Aufbau kommunaler Netzwerke

Das Bayerische Sozialministerium fördert den Aufbau kommunaler Präventionsnetzwerke.
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Bayerisches Staatsministerium für
Arbeit und Soziales, Familie und Integration
OE Radikalisierungsprävention
Winzererstraße 9
80797 München
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